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Pferd frisst im Stall Frau mit roten Haaren daneben stehend lächelt in die Kamera
  • 40°C Hitze • Höchstleistung Pony & Pferd !!

    40°C Hitze

    Warum die aktuelle Hitzewelle Höchstleistung für Pferd und Pony bedeutet


    Wenn das Thermometer die 40°C-Marke anvisiert, befinden wir uns in einem Bereich, der für unsere Breitengrade absolut ungewöhnlich ist. Bei diesen Extremtemperaturen dürfen wir die Situation nicht unterschätzen: Für unsere Pferde und Ponys ist diese Hitzeperiode kein "schönes Sommerwetter", sondern eine enorme körperliche Belastung. Uns Menschen geht es ja ganz ähnlich – ab einer gewissen Temperatur sehnen wir uns alle nur noch nach Schatten und einer Abkühlung.


    Als Halter reicht es jetzt nicht mehr aus, einfach nur abzuwarten. Es erfordert ein konsequentes, an die Fakten angepasstes Management, um die Tiere vor ernsthaften gesundheitlichen Schäden zu schützen.


    Die biologischen Fakten: Wann Hitzestress beginnt


    Pferde sind von Natur aus hervorragend gegen Kälte geschützt, tun sich mit extremer Hitze jedoch biologisch schwer. Ihre Wohlfühltemperatur (die thermoneutrale Zone) liegt im Idealfall zwischen -5 °C und +15 °C, maximal bei bis zu 25 °C.


    Klettert das Quecksilber über die 30 °C-Marke und geht auf die 40 °C zu, läuft das körpereigene Kühlsystem unter absoluter Volllast. Das Herz-Kreislauf-System wird massiv gefordert. Fakt ist: Bei diesen Temperaturen ist bereits das bloße Stehen eine körperliche Höchstleistung. Wenn du selbst schon beim Nichtstun im Garten ins Schwitzen gerätst, kannst du dir vorstellen, wie es deinem Vierbeiner ergeht.


    Große Unterschiede: Pferd vs. Pony & die Rassen


    Nicht jedes Tier verkraftet die Hitze gleich. Genau wie es Menschen gibt, die den Sommer lieben, und andere, die lieber die Kälte bevorzugen, gibt es auch klare biologische und rassespezifische Unterschiede bei unseren Tieren:


    Ponys und Robustrassen: Ponys (wie Shetländer, Isländer oder Fjordpferde) sowie schwere Kaltblüter leiden oft deutlich schneller unter extremer Hitze als sportliche Warm- oder Vollblüter. Sie haben im Verhältnis zu ihrer Körpermasse eine kleinere Hautoberfläche. Da die Kühlung maßgeblich über das Schwitzen via Haut erfolgt, geben sie Wärme deutlich langsamer ab.


    Fellbeschaffenheit: Viele Robustrassen und Tiere mit chronischen Erkrankungen (wie z. B. Cushing/ECS) haben auch im Sommer ein dichteres Fell oder einen unvollständigen Fellwechsel. Unter diesem Pelz staut sich die Hitze gefährlich.


    Nordische Rassen & Kaltblüter: Sie sind genetisch auf Kälte optimiert. Ihre dicke Haut und das kompakte Gewebe erschweren die Wärmeabgabe bei 40 °C massiv. Sie beginnen oft sehr schnell, schwer mit den Flanken zu pumpen.


    Vollblüter und Araber: Sie kompensieren Hitze durch ihr feines Fell und die oberflächennahe Aderung biologisch etwas leichter – aber auch ihre Toleranzgrenze ist bei den aktuellen Extremwerten erreicht.


    Die Fellfarbe: Dunkle Pferde (Rappen, Dunkelbraune) heizen sich in der Sonne wesentlich schneller auf als Schimmel. Pferde mit hellen Abzeichen oder unpigmentierter, rosafarbener Haut (z. B. an den Nüstern) haben zudem ein extrem hohes Risiko für schweren Sonnenbrand – hier hilft, genau wie bei uns Menschen, nur eine gute Sonnencreme.


    Massiver Flüssigkeitsbedarf: Die Trinkmengen im Detail


    Wasser ist bei dieser Hitze das wichtigste Lebenselixier, um die Thermoregulation aufrechtzuerhalten. Die Mengen, die durch das Schwitzen verloren gehen, sind gigantisch. Du selbst greifst jetzt vermutlich auch ständig zur Wasserflasche. Folgende Mengen müssen den Tieren bei diesen Temperaturen mindestens zur Verfügung stehen:


    Pony (ca. 300 kg): Benötigt bei Normaltemperatur (15-20 °C) etwa 15 bis 25 Liter am Tag. Bei dieser Extremhitze steigt der Bedarf auf 35 bis 50 Liter pro Tag.


    Großpferd (ca. 600 kg): Benötigt bei Normaltemperatur etwa 30 bis 45 Liter am Tag. Bei der aktuellen Hitzewelle steigt der Bedarf auf 70 bis 100 Liter pro Tag.


    Drei wichtige Regeln für die Wasserversorgung:


    Zusatzbottiche aufstellen: Viele automatische Tränken geben das Wasser zu langsam ab (oft nur 3-4 Liter pro Minute). Da Pferde am liebsten in großen Zügen trinken, verlieren sie bei zögerlichem Wasserfluss die Geduld und dehydrieren. Große, offene Wasserbottiche sind jetzt Pflicht.


    Tägliche, penible Hygiene: Bei 40 °C vermehren sich Keime und Bakterien in den Tränken rasant. Stell dir vor, du müsstest abgestandenes Wasser aus einem heißen Becher trinken – nicht sehr einladend, oder? Eine gründliche, tägliche Reinigung aller Bottiche ist unverzichtbar.


    Zugang nach Elektrolytgabe: Werden Elektrolyte gefüttert, muss das Tier danach zwingend unbegrenzten Zugang zu frischem, klarem Wasser haben.


    Elektrolyte ohne Risiko ausgleichen

    Mit dem Schweiß verliert der Körper massenhaft lebenswichtige Mineralsalze (Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Chlorid). Ein Mangel führt schnell zu Muskelzittern, Kreislaufkollaps oder Kreuzverschlag. So gleichst du den Verlust sicher aus:


    Salzleckstein: Ein reiner, weißer Salzleckstein (Natriumchlorid) muss dauerhaft zur freien Verfügung stehen.


    Isotonische Salzlösung zur Selbstwahl: Mische 9 Gramm normales Speisesalz (ohne Jod, ohne Fluorid) auf 1 Liter lauwarmes Wasser. Biete diesen Eimer zusätzlich zum normalen Trinkwasser an. Das Tier entscheidet über den Geschmack selbst, ob es die Salze benötigt. Eine Überdosierung ist so unmöglich.


    Fertigpräparate: Bei Pulver oder Liquids aus dem Handel halte dich strikt an die Dosierungsempfehlung bezogen auf das Gewicht und mische es unter etwas kaltes, flüssiges Mash.


    Aufmerksam beobachten!

    Die 6 Symptome von Hitzestress:

    Du musst deine Pferde und Ponies jetzt genau im Blick haben. Beim Auftreten dieser sechs Signale besteht akuter Handlungsbedarf:


    • Starkes, anhaltendes Schwitzen: Das Tier steht im Schatten und ist trotzdem großflächig klatschnass (Hals, Flanken, unter dem Schopf).

    • Versiegendes Schwitzen (Anhidrose): Wenn das Tier trotz extremer Hitze komplett trocken bleibt und die Haut sich heiß anfühlt, ist der Kühlmechanismus kollabiert. Das ist ein absoluter Notfall.

    • Erhöhte Atemfrequenz: Schnelles, flaches Atmen oder deutliches Pumpen mit den Flanken (Pusten), um die Hitze über die Atemluft loszuwerden.

    • Apathie und Trägheit: Das Tier wirkt matt, nimmt nicht am Herdenleben teil, lässt den Kopf hängen und reagiert kaum auf Ansprache.

    • Veränderte Schleimhäute: Die Maulschleimhaut ist nicht mehr rosa, sondern trocken und ziegelrot gefärbt.

    • Verzögerte Hautelastizität: Zieht man eine kleine Hautfalte am Hals sanft nach oben und bleibt diese stehen oder glättet sich nur langsam, liegt eine akute Dehydrierung vor.

    Konsequente Schutzmaßnahmen: Was jetzt zu tun ist


    Das Management muss bei diesen Extremtemperaturen rigoros angepasst werden, um jede zusätzliche Wärmeproduktion im Körper zu unterbinden:


    Weidezeiten radikal umstellen: Lass die Tiere tagsüber nicht auf der Koppel stehen. Bei 40 °C steht die Luft auch unter Bäumen. Der einzig sinnvolle Rhythmus ist jetzt: Tagsüber im schattigen, kühlen Stall oder Unterstand, Koppelgang ausschließlich nachts (von ca. 22:00 bis 06:00 Uhr).


    Luftbewegung im Stall erzeugen: Falls Ventilatoren genutzt werden, müssen diese absolut pferdesicher und außerhalb der Reichweite von Kabeln und Pferdenasen installiert sein. Es geht hierbei einzig und allein darum, eine leichte Luftbewegung zu erzeugen, damit die Hitze im Raum nicht steht.


    Keine sportliche Belastung: Da das bloße Stehen den Kreislauf bereits maximal fordert, ist jede Form von Training oder sportlicher Belastung komplett unangebracht. Da Reitturniere aktuell nicht flächendeckend abgesagt sind, liegt die Verantwortung ganz allein beim Halter. Schone dein Tier und verzichte auf die Teilnahme.


    Kühlen mit Verstand: Beim Abspritzen mit dem Schlauch immer herzfern an den Hufen beginnen und langsam die Beine nach oben arbeiten. Wer maximale Kühlung will, streift das Wasser danach nicht mit dem Schweißmesser ab. Die Verdunstung des Wassers auf dem Fell entzieht dem Körper die innere Wärme.


    Wohltuende Alternativen: Für Tiere, die den harten Wasserstrahl oder das Abspritzen am Körper nicht mögen, gibt es effektive Alternativen: Das sanfte Befeuchten des Körpers mit einem großen, nassen Schwamm oder das Auflegen von in kaltes Wasser getauchten Handtüchern (Umschläge) auf den Hals. Das fühlt sich für die Tiere genauso erfrischend an wie für uns ein kühles, nasses Handtuch im Nacken.


    Fütterung anpassen und Wärmeproduktion verstehen: Warum ist die Futterwahl bei 40 °C so entscheidend? 


    Die Verdauung im Pferdekörper funktioniert wie ein innerer Ofen. Bei der Verwertung von stärke- und proteinreichem Kraftfutter (wie Getreide oder Pellets) entstehen durch den schnellen enzymatischen Abbau im Dünndarm schlagartig große Mengen an innerer Stoffwechselwärme. Das heizt das Tier von innen heraus extrem auf. 


    Bei Raufutter (Heu) ist das anders: Die Rohfaser wird im Dickdarm durch Mikroorganismen langsam und gleichmäßig fermentiert. Das sorgt zwar auch für Energie, lässt die Körperkerntemperatur aber nicht so akut und gefährlich in die Höhe schnellen wie Kraftfutter. Zudem bindet Raufutter im Darm große Mengen Wasser und Elektrolyte – es fungiert also wie ein innerer Wasserspeicher, auf den der Körper beim Schwitzen zurückgreifen kann. Reduziere Kraftfutter deshalb jetzt auf das absolute Minimum und füttere stattdessen ausschließlich hochwertiges, leicht verdauliches Heu.


    Fazit

    Temperaturen um die 40°C-Marke sind eine ernstzunehmende Ausnahmesituation für Pferde und Ponys. Nur durch ein konsequentes Eingreifen des Halters – durch ausreichend Wasser, kompromisslosen Schatten, angepasste Fütterung und gezielte Kühlung durch Befeuchten oder Umschläge – können wir die Tiere sicher vor einem Hitzschlag bewahren. Wachsamkeit und Faktenwissen sind in diesen Tagen der beste Tierschutz. Pass also gut auf deinen Vierbeiner – und natürlich auch auf dich selbst – auf!


    Sonnige, aber schattige Grüße


    Deine Julia Melanie Hahlweg

    Tierheilpraxis für Pferde

    Kirchheim unter Teck


2 plastikpferde mit Kutsche und Frau mit roten Haaren davor die in die Kamera lächelt
  • Pferdepracht im Vatikan

    Was wir von den Pferden des Papstes über mentale Stärke lernen können


    Wer an den Vatikan denkt, dem schießen meist sofort Bilder von prachtvollen Kirchen, geschichtsträchtiger Kunst und der Schweizergarde in ihren bunten Uniformen in den Kopf. Doch abseits der bekannten Touristenpfade verbirgt sich eine jahrhundertealte, tief verwurzelte Beziehung zu den Pferden. Bei meinem Besuch im Vatikanischen Museum bin ich vor der berühmten „Gran Gala“-Kutsche von 1826 stehen geblieben. Beim Anblick dieser prachtvollen, blattgoldverzierten Karosse und den lebensgroßen, plastischen Begleitern davor wurde mir wieder einmal bewusst: Die Faszination für diese majestätischen Tiere verbindet Epochen und Welten.


    Doch wie schaffen es Pferde – die von Natur aus reine Fluchttiere sind –, in historischen Prunkgeräten oder inmitten riesiger Menschenmassen so eine unerschütterliche, majestätische Ruhe auszustrahlen? Die Antwort liegt in einer faszinierenden Kombination aus innerer Balance, tiefem Vertrauen und mentaler Stärke. Ein Blick in die vatikanische Geschichte und Gegenwart zeigt, wie wichtig dieses Gleichgewicht schon immer war.


    Wenn das Temperament die Protokolle bricht: Papst Clemens XIV.

    Dass die edlen Rösser im Vatikan nicht immer nur wie Statuen funktionierten, zeigt eine charmante Anekdote aus dem 18. Jahrhundert. Papst Clemens XIV. war als leidenschaftlicher und fast schon ungestümer Reiter bekannt. Er liebte es, selbst im Sattel zu sitzen, anstatt sich nur chauffieren zu lassen.


    Als er nach seiner Wahl traditionell hoch zu Ross feierlich von seiner Bischofskirche Besitz ergreifen wollte, ging sein Pferd im Trubel der Menschenmenge mit ihm durch – und der Papst stürzte. Zum Glück verletzte er sich nicht. Er bewies enorme mentale Größe, stand auf, lachte herzlich über sich selbst und scherzte, dass er sich nun wie der Apostel Paulus fühle, der ja bekanntlich auch sprichwörtlich vom Pferd gefallen war. Diese Geschichte zeigt: Wo Pferde sind, menschelt es – und echtes Vertrauen lässt sich nicht durch starre Protokolle erzwingen, sondern muss wachsen.


    Das Phänomen der inneren Ruhe: Die Gendarmerie-Pferde

    Bis heute faszinieren die edlen Schimmel der berittenen Einheit der vatikanischen Gendarmerie (Gendarmeria Vaticana) jeden Beobachter. Ob bei offiziellen Eskorten oder großen Prozessionen: Diese Barockpferde, meist prachtvolle Andalusier oder Lipizzaner, stehen direkt im dichten Trubel, neben wehenden Fahnen und lauten Musikkapellen.


    Aus Sicht der ganzheitlichen Pferdegesundheit ist das eine absolute Meisterleistung der Tiere. Ein Fluchttier kann eine solche Ausnahmesituation nur dann mit dieser erhabenen Gelassenheit meistern, wenn es innerlich absolut im Gleichgewicht ist. Stress, der durch unentdeckte körperliche Blockaden oder Unwohlsein entsteht, würde in solchen Momenten sofort die Oberhand gewinnen. Die majestätische Ruhe dieser Pferde ist das schönste Spiegelbild für eine perfekte Balance zwischen Körper und Geist.


    Die lebendige Gegenwart: Araberhengst „Proton“

    Dass diese Tradition im Vatikan moderner ist als je zuvor, beweist ein Ereignis aus dem Herbst 2025. Papst Leo XIV., der selbst ein erfahrener Reiter ist und in seiner früheren Zeit als Missionar in Peru die entlegenen Bergdörfer oft hoch zu Ross besuchte, bekam ein ganz besonderes Geschenk überreicht: den zwölfjährigen, schneeweißen arabischen Vollblut-Hengst „Proton“.


    Proton stammt aus einer polnischen Zucht, die sich intensiv der Hippotherapie – also dem therapeutischen Reiten für Menschen – verschrieben hat. Heute lebt der edle Schimmel im päpstlichen Reitzentrum in Castel Gandolfo. In den weitläufigen, naturnah und ökologisch bewirtschafteten Gärten der Sommerresidenz findet Proton genau das, was jedes Pferd für seine mentale Ausgeglichenheit braucht: ein artgerechtes, stressfreies Umfeld im Grünen.


    Mentale Stärke und ganzheitliche Balance – auch für dein Pferd

    Man muss kein Papst sein und keine Residenz in Castel Gandolfo besitzen, um seinem Pferd oder Pony diese wertvolle innere Balance zu ermöglichen. Jedes Pferd bringt seine eigene Persönlichkeit mit, doch die Basis für Nervenstärke und Gelassenheit im Alltag ist immer die körperliche und energetische Gesundheit. Wenn der Körper frei von Blockaden ist, kann auch der Geist zur Ruhe kommen.


    Um dich und dein Tier auf diesem Weg optimal zu begleiten, bin ich mit meiner Fahrpraxis nicht nur regional, sondern deutschland- und EU-weit im Einsatz. Mit einer ganzheitlichen Betrachtung und meinen Praxisschwerpunkten in der Akupunktur nach den Prinzipien der TCM, der klassischen Homöopathie sowie der Phytotherapie unterstütze ich Pferde und Ponys dabei, in ihre kraftvolle, gesunde Mitte zu finden. Denn die schönste Pracht ist ein glückliches, ausgeglichenes Pferd an deiner Seite.


    Julia Melanie Hahlweg - Tierheilpraxis für Pferde


    Hintergründe und Berichte zum päpstlichen Hengst Proton zum Nachlesen:


    • Fachmagazin Cavallo: „Araberhengst Proton: Ein Pferd für den Papst!“
    • Katholisch.de: „Papst Leo XIV. bekommt Pferd geschenkt“

verschiedene Pferdeaugen
  • Homöopathie für Tiere

    ✴️️ Die richtige Potenz ✴️

    Eine Frage der Tiefe und Geschwindigkeit! 🐶🐴😺✨

    Du stehst vor der Potenzfrage (D6, C30, C200?, LM?, Q?): Welche ist die richtige für mein Tier?


    Das Wichtigste zuerst: Entscheidend für den Behandlungserfolg ist das richtige Mittel (das Simile), nicht die Potenz!


    Das Mittel sollte bestmöglich zu den individuellen Symptomen deines Tieres passen.


    Die Potenz bestimmt lediglich, wie tief und nachhaltig das gewählte Mittel einwirkt.


    Das Prinzip der Potenzwahl: Chronisch versus Akut

    Ist das korrekte Mittel gefunden, hilft dir die Art der Erkrankung bei der Potenzwahl:


    Akute Beschwerden: Wenn dein Tier ein plötzlich auftretendes, schnell vorübergehendes Problem hat (z.B. eine Verletzung oder ein leichter, vorübergehender Infekt), werden meist Potenzen empfohlen, welche eine schnelle, oberflächlichere Wirkung. Hier wählst du in der Regel Potenzen, die du häufiger und in kurzer Frequenz verabreichst. Sie sollen den akuten Zustand sofort regulieren.


    Wichtiger Hinweis: Wenn du als Tierhalter mit längerer Anfahrt oder wenig Zeit die Mittel nicht stündlich oder mehrfach täglich verabreichen kannst, kann ein Potenzwechsel eine große Hilfe sein, um die Behandlungsfrequenz anzupassen.


    Chronische Beschwerden: Bei langwierigen, sich wiederholenden oder tiefliegenden Erkrankungen (chronische Ängste, Hautleiden) muss das Mittel tiefgreifender und nachhaltiger wirken. Hier kommen Potenzen zum Einsatz, die du in viel größeren Abständen gibst, um das System auf einer tieferen Ebene zu stimulieren.


    Fazit: Das Mittel ist König, die Potenz die Strategie 🔑

    Das Finden des passenden Mittels ist der erste Schritt, die Wahl der korrekten Potenz der zweite. Als Tierhalter ist dir der Behandlungserfolg wichtig: Ein gut gewähltes Mittel wirkt schnell und deutlich, unabhängig davon, ob du ein fertiges Kombipräparat, ein Einzelmittel oder eine Mittelreihenfolge verwendest.


    Du hast Fragen zu deiner individuellen Verabreichung bei deinem Tier?

    Schreibe mir eine 📨 Mail oder melde dich ganz einfach telefonisch ☎️ bei mir 🙂


    thp@tierheilpraxis-fuer-pferde.de

    +49 173 9250486


verschiedene Pferdeaugen
  • Augenerkrankungen beim Pferd

    ✴️ Augenerkrankungen bei Pferden ✴️ können von leichten Irritationen bis zu ernsthaften, die Sehkraft bedrohenden Zuständen reichen. Eine frühzeitige Erkennung und angemessene Behandlung sind entscheidend, um langfristige Schäden zu vermeiden. Neben der konventionellen tierärztlichen Versorgung können homöopathische Mittel als unterstützende Therapie eingesetzt werden. Es ist jedoch unerlässlich, bei jeder Augenerkrankung einen fachkundigen Tiertherapeuten zu konsultieren, um eine präzise Diagnose und die bestmögliche Behandlung sicherzustellen. Pferde und Ponyhalter sollten sich nicht scheuen, bei den ersten Anzeichen einer Augenveränderung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.


    Häufige Augenerkrankungen beim Pferd


    ✳️ Konjunktivitis (Bindehautentzündung)

    Die Konjunktivitis ist eine Entzündung der Bindehaut, der Schleimhaut, die das Augenlid von innen auskleidet und den vorderen Teil des Augapfels bedeckt.


    Symptome: Rötung der Bindehaut, Schwellung, Tränenfluss (wässrig, schleimig oder eitrig), Lichtempfindlichkeit und häufiges Blinzeln.


    Ursachen: Zugluft, Staub, Allergien, bakterielle oder virale Infektionen, Fremdkörper.


    ➡️ Homöopathische Empfehlungen


    Euphrasia: Das klassische Mittel bei Bindehautentzündungen. Indiziert bei reichlichem, brennendem Tränenfluss, der die Haut reizt, Rötung, Schwellung und Lichtscheu. Oft bei wässrigem Sekret.


    Pulsatilla pratensis: Bei milden, nicht-reizenden Absonderungen, oft gelblich-grünlich und schleimig. Die Augen jucken und brennen, mit Besserung an frischer Luft.


    Belladonna: Bei plötzlichem Beginn, starker Rötung, Hitze und Trockenheit, klopfendem Schmerz. Die Pupillen können erweitert sein.


    ✳️ Uveitis (Periodische Augenentzündung, Mondblindheit)

    Die Uveitis ist eine Entzündung der Uvea, der mittleren Augenhaut. Sie ist eine der schwerwiegendsten Augenerkrankungen beim Pferd und kann zu dauerhafter Erblindung führen. Die Erkrankung verläuft oft schubweise.


    Symptome: Starke Schmerzen, Tränenfluss, Lidkrämpfe (Blepharospasmus), Rötung des Auges, Trübung der Hornhaut, Verengung der Pupille (Miosis). Im chronischen Verlauf können sich Katarakte oder Glaukome entwickeln.


    Ursachen: Oft autoimmun bedingt, kann durch Leptospiren-Infektionen ausgelöst werden, Trauma, andere systemische oder auch stoffwechselbedingte Erkrankungen.


    ➡️ Homöopathische Empfehlungen (begleitend zur Therapie durch einen fachkundigen Tiertherapeuten!)


    Apis mellifica: Bei schneller Entwicklung von Schwellung und Ödem, stechenden Schmerzen, Hitze und starker Rötung. Besserung durch kalte Anwendungen.


    Rhus toxicodendron: Bei Schwellung, Schmerz und Steifheit der Lider, die sich durch Bewegung bessern. Oft nach Durchnässung oder Kälteexposition.


    Mercurius solubilis: Bei eitrigen Absonderungen, Lichtscheu, brennenden Schmerzen, die sich nachts und bei Hitze verschlimmern.


    ✳️ Keratitis (Hornhautentzündung)

    Die Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut, der transparenten äußeren Schicht des Augapfels.


    Symptome: Trübung der Hornhaut (grau, blau oder milchig), Schmerzen, Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Lidkrämpfe. Im fortgeschrittenen Stadium kann es zu Hornhautgeschwüren kommen.


    Ursachen: Trauma (Verletzungen durch Äste, Dornen, Peitschen), Fremdkörper, Infektionen (bakteriell, viral, pilzlich), allergische Reaktionen.


    ➡️ Homöopathische Empfehlungen


    Arnica montana: Nach traumatischen Verletzungen des Auges, bei Blutergüssen und Schwellungen.


    Hepar sulfuris: Bei eitrigen Prozessen, Hornhautgeschwüren mit gelblichem Eiter. Extreme Empfindlichkeit gegenüber Berührung und Kälte.


    Silicea: Bei chronischen oder sich wiederholenden Hornhautentzündungen, Eiterungen, Fisteln. Unterstützt die Gewebereparatur.


    ✳️ Katarakt (Grauer Star)

    Ein Katarakt ist eine Trübung der Augenlinse, die zu einer fortschreitenden Sehverschlechterung führen kann.


    Symptome: Eine weißliche oder bläuliche Trübung im Pupillenbereich, die mit der Zeit zunimmt. Das Pferd kann unsicher werden und sich an Gegenständen stoßen.


    Ursachen: Alter, Trauma, chronische Uveitis, angeboren, Stoffwechselstörungen.


    ➡️ Homöopathische Empfehlungen (unterstützend, kann den Prozess verlangsamen)


    Conium maculatum: Bei altersbedingtem Katarakt, der langsam fortschreitet.


    Sepia officinalis: Bei Katarakten, die mit hormonellen Ungleichgewichten oder chronischen Erkrankungen einhergehen.


    Phosphorus: Wird bei Sehschwäche und Katarakt in Betracht gezogen, besonders wenn die Symptome mit einer allgemeinen Schwäche oder Nervenleiden einhergehen.


    Wichtiger Hinweis

    Homöopathische Mittel sollten immer nur nach genauer Indikationsstellung und in Absprache mit einem fachkundigen Tiertherapeuten eingesetzt werden. Sie ersetzen keine notwendige primäre Behandlung, insbesondere bei schweren Augenerkrankungen, die schnell zu irreversiblen Schäden führen können. Die Dosierung und Potenz des homöopathischen Mittels müssen individuell auf das Tier und die spezifische Symptomatik abgestimmt werden. Eine sorgfältige Beobachtung der Reaktion des Pferdes ist entscheidend. Zögere nicht, einen fachkundigen Tiertherapeuten zu konsultieren, um die bestmögliche Versorgung für die Augen deines Pferdes oder Ponys zu ermöglichen.


weißes pferd auf grüner wiese mit holzzaun
  • Magenprobleme beim Pferd

    Pferd -Magenprobleme

    ✴️ Magenprobleme sind bei Pferden weit verbreitet und oft stressbedingt! ✴️

    ✳️ Symptome • Ursachen • Hilfe ✳️


    Magenprobleme sind bei Pferden leider häufig und können von leichtem Unwohlsein bis zu ernsthaften Zuständen reichen. Als Pferdebesitzer ist es wichtig, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen.


    Magenprobleme beim Pferd sind ein komplexes Thema, das eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Durch eine optimierte Fütterung, Stressreduktion und gegebenenfalls die Unterstützung durch alternative Heilmethoden kannst du deinem Pferd/Pony helfen, sich wieder wohl in seiner Haut zu fühlen und seine Verdauung ins Gleichgewicht zu bringen. Beobachte dein Pferd/Pony genau und zögere nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du unsicher bist.


    ➡️ Symptome: Woran erkenne ich Magenprobleme?


    Verändertes Fressverhalten

    Zögerliches Fressen, Futter sortieren, Gähnen, Leer-Kauen, vermehrtes Speicheln.


    Verdauungsprobleme:

    Kotwasser, wechselnde Kotkonsistenz, wiederkehrende leichte Koliken, Blähbauch.


    Verhaltensänderungen:

    Vermehrtes Gähnen/Flehmen, Lecken an Gegenständen, Gereiztheit - allgemein oder lokal (z.B. Gurtlage!), Abnahme der Leistungsbereitschaft ("angezogene Handbremse"), Stimmungsschwankungen.


    Äußerliche Anzeichen: Stumpfes Fell, Abmagerung, ggf. Maulgeruch.


    ➡️ Ursachen: Warum der Pferdemagen leidet - Die Ursachen sind oft vielfältig:


    Stress:

    Transport, Stallwechsel, Herden-/ Sozialkonflikte, emotionale Belastung, Über- oder Unterforderung.


    Fütterungsfehler:

    Zu lange Fresspausen (Magen produziert ständig Säure), zu wenig Raufutter, zu viel Kraftfutter/Stärke, plötzliche Futterumstellung, minderwertiges Futter.


    Medikamente: Insbesondere Langzeitgabe von NSAIDs.


    Parasiten/Zahnprobleme: Beeinträchtigen die Verdauung.


    ➡️ Alternative Behandlung & Homöopathie: Sanfte Unterstützung

    Konsultieren Sie einen Tiertherapeuten!


    Ergänzend können alternative Ansätze helfen - Allgemeine Maßnahmen:


    Fütterung optimieren:

    Raufutter ad libitum, Heu vor Kraftfutter, mehrere kleine Mahlzeiten, magenschonende Alternativen (Heucobs), Magenschleimhautschützer (Leinsamen, Flohsamen).


    Stress reduzieren:

    Pferdegerechte Haltung, Bewegung, passende Sozialkontakte, Ruhephasen.


    Regelmäßige Zahnkontrolle und Entwurmung (mit homöopathischer Begleitung).


    ➡️ Homöopathische Mittel (Auswahl):


    Nux vomica:

    Bei Reizbarkeit, Ungeduld, Stress, Magenschmerzen nach Überfütterung/Medikamenten.


    Lycopodium:

    Bei Blähungen, Völlegefühl, Unsicherheit, Symptome abends schlimmer.


    Arsenicum album:

    Bei Ängstlichkeit, Unruhe, brennenden Schmerzen, Schwäche, Besserung durch Wärme.


    Chamomilla:

    Bei extremer Reizbarkeit, Zorn, unerträglichen Schmerzen, die das Pferd wahnsinnig machen.


    Carbo vegetabilis:

    Bei Apathie, extremer Schwäche, starken Blähungen, Kältegefühl.


    Ignatia amara:

    Krampfartige Schmerzen, Verdauungsstörungen, die sich durch emotionale Belastung verschlimmern, Stimmungsschwankungen


    Natrium muriaticum:

    Bei Kummer, Rückzug, Isolation, chronischen Magenproblemen durch psychische Belastung.


    ➡️ Wichtig: Homöopathie ist individualisiert. Eine fundierte Mittelwahl erfordert die Anamnese und Beratung durch einen erfahrenen Tierheilpraktiker oder Tierarzt mit homöopathischer Zusatzausbildung. Selbstmedikation birgt Risiken.


dunkles und gechecktes pferd grasen auf wiese am see im sonnenuntergang
  • Pferd - Frühjahrsstoffwechsel

    ✴️ Frühjahrskur fürs Pferd: Stoffwechsel aktivieren! ✴️


    Der Frühling hält Einzug und mit ihm erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben, sondern auch der Stoffwechsel unserer Pferde und Ponys. Nach den oft ruhigeren Wintermonaten und der Umstellung auf frisches Grün ist es jetzt an der Zeit, den Organismus deines Pferdes sanft zu unterstützen und fit für die kommende Saison zu machen.


    Der Frühjahrsstoffwechsel ist eine Umstellungsphase, in der Schlacken ausgeschieden werden und sich das Pferd an neue Umweltbedingungen anpasst. Anzeichen können sein: Müdigkeit, Fellwechselprobleme (Juckreiz, stumpfes Fell), Verdauungsirritationen (Blähungen, Kotwasser), Leistungsabfall, Husten und verstärkter Juckreiz als Allergieanzeichen.


    Therapeutische Unterstützung durch deinen Tierheilpraktiker:

    Dein Tierheilpraktiker kann wertvolle Hilfe leisten, um den Stoffwechsel natürlich anzuregen, das Wohlbefinden zu fördern oder auch jährlich wiederkehrende Beschwerden zu lindern:


    🟢 Akupunktur: Löst Blockaden, harmonisiert Energiefluss, aktiviert Selbstheilung. 

    🟢 Kräutertherapie (Phytotherapie): Unterstützt Entgiftungsorgane (Leber, Nieren), regt Stoffwechsel an, lindert Verdauungs- und Allergieprobleme. 

    🟢 Homöopathie: Konstitutionsgerechte Mittel regen Selbstregulation bei vielfältigen Beschwerden und Allergien an. Dies kann bei vielfältigen Beschwerden im Rahmen des Frühjahrsstoffwechsels und auch bei allergischen Reaktionen eingesetzt werden.


    Nutze die Unterstützung deines Tierheilpraktikers für einen vitalen Start in den Frühling! Ich wünsche dir und deinem Pferd/Pony eine gesunde und aktive Saison!


    Tierheilpraxis für Pferde - Julia Melanie Hahlweg